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4. Oktober 2005

GRÜNE fordern Mittel für individuelle Lernförderung

Diagnose ohne Therapie bleibt wertlos

Als unzureichend kritisierte die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Ina Korter, das Konzept von Kultusminister Busemann zur Dokumentation der individuellen Lernentwicklung. Busemann stelle keine Mittel bereit, um die Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler auch individuell zu fördern. "Diagnose ist nur der erste Schritt. Dann muss aber auch eine Therapie folgen. Sonst bleibt es bei einer sinnlosen Datensammlung", erklärte die Schulexpertin der Grünen.

Korter schlug vor, Mittel für die individuelle Förderung einzusetzen, die durch einen Verzicht auf das Sitzenbleiben eingespart werden können. "In Niedersachsen bleibt jeder dritte Schüler einmal in seiner Schulzeit sitzen. Diese Schulzeitverlängerung kostet das Land pro Jahr 80 Millionen €. Mit diesem Geld könnten sinnvollere Förderkonzepte entwickelt werden", so Korter. Die Grünen werden in dieser Woche einen Antrag mit dieser Zielsetzung in den Landtag einbringen.

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