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31. Oktober 2005

GRÜNE zu neuer PISA-Studie: Busemann soll bayrischen Holzweg aufgeben

"Für Kinder in Niedersachsen gibt es zwar etwas weniger Chancenungleichheit als im Bundesdurchschnitt, aber die Ungleichheit der Bildungschancen zwischen Schülern aus der Oberschicht und Schülern aus einer Facharbeiterfamilie ist auch in Niedersachsen zu groß", sagte die stellvertretende Vorsitzende der Landtagsgrünen Ina Korter zu den gestern (Sonntag) veröffentlichten ersten Ergebnissen von PISA E. So hat in Niedersachsen ein 15jähriger Schüler aus der Oberschicht 2,63 mal so große Chancen Abitur zu machen wie ein gleichaltriger Schüler aus einer Facharbeiterfamilie mit gleichen Basiskompetenzen.

Korter fordert Kultusminister Busemann auf, seine starke Orientierung an Bayern und Baden-Württemberg aufzugeben. Dort sei die soziale Ungerechtigkeit der Schule noch deutlich größer als im Bundesdurchschnitt. "Mit ihrer Verschärfung des dreigliedrigen Schulsystems hat sich die schwarz-gelbe Landesregierung auf den bayrischen Holzweg begeben", sagte die grüne Schulexpertin.

Die Grünen-Politikerin befürchtet, dass sich - wie in den vergangenen Jahren - nach diesen ersten Ergebnissen wieder alle in ihrer Schulpolitik bestätigt fühlen. "Wenn die aktuelle PISA-Studie komplett vorliegt, muss sie sorgfältig ausgewertet werden. Angesichts der international miserablen Werte Deutschlands ist sowohl die Bildungspolitik der CDU als auch der SPD der letzten Jahrzehnte kein Modell für die Zukunft. Daraus müssen Konsequenzen gezogen werden."

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