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Die auf Empfehlung der Bund-Länder-Kommission zum Schutz vor Terrorangriffen geplante meter-hohe Mauer um das Zwischenlager am AKW Esenshamm (KKU) könnte aus Sicht der Grünen-Landtagsabgeordneten Ina Korter nur einen fragwürdigen Sicherheitsgewinn bringen.
„Es ist eine bizarre Diskussion, die eine Sicherheit vorgaukeln soll, die überhaupt nicht erreichbar ist“, sagte Korter. Erst werde jahrelang behauptet, das 2007 in Betrieb genommene Zwischenlager sei si-cher, dann habe man seit mindestens Ende 2010/Anfang 2011 neue Erkenntnisse, die als Folge zweier neuer Bedrohungsszenarien neue Anlagensicherungsmaßnahmen erforderlich machten, und jetzt solle es bis Ende 2012 dauern, bis mit dem Bau von hohen Mauern um das Zwischenlager angefangen wer-de. „Hohe Mauern schützen uns jedoch nicht vor gezielten Flugzeugabstürzen oder anderen Bedrohungen.“ Offen sei, ob es tatsächlich ausschließlich um neue terroristische Bedrohungen gehe oder ob dahinter die Überlegung stecke, die dezentralen Zwischenlager im Stillen als kleine Endlager umzurüsten.
Grosse Sorgen bereitet Korter weiterhin das Atomkraftwerk Esenshamm selbst. Die dort im Abkling-becken lagernden Brennelemente hätten ein viel höheres Freisetzungspotential als die Brennelemente in den Castorbehältern und seien durch die dünne Reaktorkuppel völlig unzureichend geschützt. Korter will jetzt mittels einer Anfrage an die Landesregierung erfahren, welche Maßnahmen tatsäch-lich im einzelnen geplant oder bereits umgesetzt sind, welche neuen Erkenntnisse über terroristische Bedrohungen dahinterstehen und welche Planungen für die Zukunft des Zwischenlagers bestehen.