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26. September 2011

GRÜNE fordern schnellere Reaktion bei sexuellem Missbrauch in Schulen

Korter beantragt Aufklärung im Kultusausschuss

"Die Landesregierung tut offenbar noch immer zu wenig, um sexuellen Missbrauch in Schulen zu verhindern", sagte die schulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion Ina Korter, anlässlich eines heute durch einen Bericht in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung bekannt gewordenen Missbrauchsfalls in einer hannoverschen Grundschule.

Es stelle sich die Frage, warum ein Lehrer noch über ein Jahr lang Grundschulkinder habe unterrichten dürfen, nachdem zwei ehemalige Schülerinnen Strafanzeige wegen sexueller Handlungen und Nötigung in 144 Fällen eingereicht hatten. Die Staatsanwaltschaft halte dem Zeitungsbericht zufolge die Aussagen der beiden Frauen für glaubwürdig, ein Strafmaß von mehr als zwei Jahren Freiheitsstrafe sei zu erwarten. Mit Unverständnis reagierte die Grünen Politikerin auf die Meldung, der Lehrer sei jetzt "aus gesundheitlichen Gründen" in den vorzeitigen Ruhestand versetzt worden. "Sexueller Missbrauch ist kein Kavaliersdelikt".

Korter kündigte an, eine sofortige Unterrichtung im Kultusausschuss des Landtages zu diesem Fall zu beantragen.

Die Grünen-Politikerin erneuerte ihre Forderung, eine Ombudsstelle einzurichten, an die sich Schülerinnen und Schüler in Fällen von sexuellem Missbrauch oder von Diskriminierung und Übergriffen wenden können. Korter: "Kinder brauchen eine unabhängige Stelle, an die sie sich wenden können und die ihnen gegenüber der Schulbehörde den Rücken stärkt".

 

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