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19. Mai 2011

Rückkehr zum Abi nach 13 Jahren ermöglichen

Wenn Schule krank macht, läuft was falsch

Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, den massiven Wunsch von Eltern und Schülern nach einer Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren "nicht länger zu ignorieren". "Wenn Schule krank macht, läuft was falsch. Die Probleme mit dem beschleunigten Weg zum Abitur sind bis heute nicht gelöst", sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter heute (Donnerstag) in Hannover.

Die Grünen haben daher einen Gesetzentwurf in den Landtag eingebracht, der Gymnasien und Gesamtschulen ermöglichen soll, das Abitur künftig wieder nach 13 Jahren anzubieten. Auch die Option, einen schnellen Weg und einen nachhaltigen Weg zum Abitur parallel anzubieten soll den Schulen eingeräumt werden.

Korter verweist auf Aussagen zahlreicher Kinderärzte, die eine deutliche Zunahme von Symptomen wie Kopf- und Bauchschmerzen, Ess- und Schlafstörungen bei Schülern festgestellt haben. Für wichtige außerschulische Aktivitäten und für ein Engagement in Jugendverbänden und –vereinen hätten die Schülerinnen und Schüler kaum mehr  Zeit. Ca. 18 Prozent der Schülerinnen und Schüler, die in diesem Jahr erstmals das Abitur nach einer 12-jährigen Schulzeit ablegen sollten, haben das Gymnasium vorzeitig verlassen oder ein Schuljahr wiederholt und so ihre individuelle Schulzeit verlängert.

Die Grünen-Politikerin erinnerte an den vor kurzem veröffentlichten NiedersachsenTREND des NDR, wonach 80 Prozent der befragten Eltern mit schulpflichtigen Kindern erklärt haben, dass das Abitur wieder nach 13 Jahren abgelegt werden sollte.

 

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