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Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, dem Votum des Landeselternrates zu folgen und die Gesamtschulen mit den anderen Schulformen gleich zu behandeln. "Der Wunsch vieler Eltern nach einer Gesamtschule muss endlich genauso ernst genommen werden wie der Wunsch der Eltern nach Gymnasien. Es darf keinen Elternwunsch erster und zweiter Klasse geben", sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter heute (Freitag) zu der Anhörung des Gesetzentwurfes der Landesregierung.
Es seien während der Beratung keinerlei pädagogischen Gründe vorgetragen worden, die die Forderung der Landesregierung nach mindestens fünf Zügen bei neugegründeten Gesamtschulen rechtfertigten. Die Kommunalen Spitzenverbände hätten die Absenkung der Mindestzügigkeit für die Gesamtschulen ausdrücklich gefordert. "Offenkundig geht es der Landesregierung nur darum, mit der geforderten Fünfzügigkeit die Neugründungen von Gesamtschulen auszubremsen und die Gymnasien vor unliebsamer Konkurrenz zu schützen", sagte die Grünen-Politikerin. Warum die neue Oberschule andere Schulformen ersetzen darf, die Integrierte Gesamtschule aber nicht, sei in der Anhörung ebenfalls nicht begründet worden.
Korter warnte die Landesregierung davor, die Kommunen zu einer überstürzten Neugründung von Oberschulen zu drängen. "Die Schulen brauchen ausreichend Zeit, um geeignete pädagogische Konzepte zu entwickeln und die Lehrkräfte auf die Arbeit mit einer heterogeneren Schülerschaft vorzubereiten." Bislang lägen aber noch nicht einmal Fortbildungskonzepte für die Arbeit der Lehrkräfte an der neuen Schulform vor.