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Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter hat dem niedersächsischen Kultusminister Bernd Althusmann vorgeworfen, mit einer gezielten Ablenkungsstrategie die Probleme des ersten Jahrgangs mit der auf 8 Jahre verkürzten Schulzeit zum Abitur klein reden zu wollen. "Althusmann versucht sich als Abi-Flüsterer. Wenn über 30 Prozent der Schülerinnen und Schüler des ersten G-8-Jahrgangs in Hannover und mehr als 18 Prozent landesweit das Schuljahr wiederholen oder die Schulen verlassen, dann muss ein Kultusminister umgehend nach Ursachen suchen und sich um Lösungen für den nächsten Jahrgang kümmern", sagte die Grünen-Politikerin am Wochenende.
Korter warf Althusmann vor, sich in der Fragestunde des Landtags am Freitag "weggeduckt" zu haben. Offensichtlich sollte ihm seine Regierungsfraktion mit vorher abgesprochenen Fragen aus der Patsche helfen. "Das hat nicht funktioniert. Letztlich musste der Minister doch zugegeben, dass landesweit über 18 Prozent des ersten G8 Jahrgangs fehlen", sagte die Grünen-Politikerin. Da in der Sekundarstufe I die Zahl der Wiederholer und derjenigen, die die Schule verlassen, nur zwischen zwei und drei Prozent liegt, könne diese Diskrepanz nur durch das Turbo-Abi begründet sein. "Es ist unverantwortlich, dass die Landesregierung die Abiflucht tatenlos hinnehmen will. Oder verbirgt sich dahinter die Auffassung, dass die betroffenen Schülerinnen und Schüler ohnehin nicht fürs Abitur geeignet sind?", sagte Korter.