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12. August 2010

GRÜNE besorgt über hohe Zahl von Wiederholern im Doppelabiturjahrgang

Aufklärung von der Landesregierung verlangt

Berichten, wonach ein hoher Teil der Schüler des Doppelabiturjahrgangs ein Jahr vor dem Abitur einen Jahrgang wiederholt oder gar die Schule verlassen haben soll, wollen die Landtagsgrünen auf den Grund gehen. Aus mehreren Schulen sei bekannt geworden, dass in diesem Sommer mehr als 20 Prozent des Schülerjahrgangs, der im kommenden Jahr das Abitur ablegen solle, ein Schuljahr zurück- oder ganz von der Schule abgegangen sei, sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter am Donnerstag (heute) in Hannover. "Es drängt sich der Eindruck auf, dass die hohe Belastung im Turbo-Abitur dazu führt, dass jetzt viele Gymnasiasten in der Oberstufe scheitern".

Korter will jetzt mit einer Anfrage von der Landesregierung erfahren, wie viele niedersächsische Schüler in diesem Jahr in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe ein Schuljahr wiederholen oder die Schule vorzeitig verlassen. Sie forderte das Kultusministerium auf, bei der demnächst geplanten großen Statistikabfrage in den Schulen auch zu erheben, ob es bei den Wiederholern, bei den Schulabgängern und bei den durchschnittlichen Klausurnoten Unterschiede zwischen den Schülern gibt, die das 9-jährige Gymnasium durchlaufen haben, und denjenigen, die bereits vom Turbo-Abitur betroffen sind. "Wenn sich herausstellen sollte, dass Schüler durch die verkürzte Gymnasialzeit deutlich mehr Probleme in der Oberstufe haben, müssen dringend Konsequenzen gezogen werden", forderte Korter.

 

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