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28. April 2010

GRÜNE kritisieren Ablehnung eines Antrages zur Förderung von Zuwandererkindern in der Schule

Neuer Kultusminister macht sich unglaubwürdig

Scharfe Kritik hat die schulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion Ina Korter an der Ablehnung des Grünen-Antrages gegen Benachteiligung von Kindern aus Einwandererfamilien in der Schule durch die Regierungskoalition geübt. "Die Ankündigung des neuen Kultusministers, sich besonders um die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund kümmern zu wollen, ist damit von Anfang an unglaubwürdig", sagte die Grünen-Politikerin. "Die Berufung von Frau Özkan ist offensichtlich leider nicht mehr als eine PR Maßnahme für Christian Wulff!"

In einer Anhörung habe es große Zustimmung der Migrantenverbände für den Grünen-Antrag gegeben. Korter kritisierte, dass die Regierungskoalition die Migrantenverbände offenbar weiterhin nicht ernst nehmen. "Es ist bezeichnend für die Konzeptionslosigkeit von CDU und FDP, dass sie es in anderthalb Jahren während der Beratung nicht einmal geschafft haben, einen eigenen Änderungsantrag vorzulegen"..

Die größte Hürde für ihre Kinder sähen die Migrantenverbände in der frühen schulischen Selektion, so Korter. "Wer hier nicht herangehen will, wird dauerhaft bei der Integration der Zuwandererkinder scheitern", erklärte die Grüne. "Gute Förderung ist nur möglich bei einem längeren gemeinsamen Lernen in echten Ganztagsschulen." Das sei besonders wichtig für Kinder, die nur wenig von ihren eigenen Eltern gefördert werden können.

Korter setzte sich dafür ein, die besonderen Fähigkeiten der Migrantenkinder mehr zu fördern. "Die Mehrsprachigkeit ist eine Chance, die endlich mehr genutzt werden muss", so die Grüne.

 

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