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4. August 2010

GRÜNE kritisieren drohendes Unterrichtschaos und Rückschritt bei der Qualitätsentwicklung

Kultusminister beginnt Schuljahr mit Fehlstart

Einen „Fehlstart in sein erstes Schuljahr“ haben die Landtagsgrünen dem neuen Kultusminister Bernd Althusmann bescheinigt. „Wer gerade im Jahr des Doppelabiturs bis zu 1000 Stellen unbesetzt lassen will, sorgt für Unterrichtschaos“, sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter am Mittwoch (heute) in Hannover. Die angekündigte Absenkung der Klassenfrequenzen sei so kaum zu verwirklichen. Die Grünen-Politikerin kritisierte, dass die Gesamtschulen von der Verkleinerung der Klassen ausgenommen werden sollten, obwohl dort die pädagogischen Herausforderungen wegen der heterogenen Schülerschaft am größten seien.

Scharf kritisierte Korter die Absicht, den Etat der Schulinspektion um knapp 20 Prozent zu kürzen. „Damit beginnt die Landesregierung, diesen ersten Baustein für ein Qualitätsmanagement der Schulen wieder abzuwickeln, statt ihn endlich durch ein qualifiziertes Beratungs- und Unterstützungsangebot für die Schulen zu ergänzen“, sagte die Grüne.

Enttäuschend sei, dass Althusmann wenig dazu gesagt habe, wie er die Reformherausforderungen des kommenden Schuljahres bewältigen wolle. „Bis heute ist unklar, wie die Landesregierung ein inklusives Schulsystem gestalten will. “ Auch für die notwendige Weiterentwicklung der Schulstruktur fehle jegliches Konzept. Korter: „Seriöse Schulpolitik sieht anders aus!“

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