Springe direkt zu: Contentbereich, Hauptnavigation, Suche
Sie sind hier:
"Der Bürokratieabbau darf nicht zum Vorwand für den Verzicht auf Qualitätsentwicklung in den Schulen missbraucht werden!" Mit dieser Warnung reagierte die schulpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Ina Korter, auf wiederholte Ankündigungen von Kultusminister Althusmann, Schulen von Berichtspflichten und Statistiken befreien zu wollen sowie auf Äußerungen aus der Regierungskoalition, die Schulinspektion zu reduzieren. Die grüne Schulexpertin forderte die Landesregierung auf, ein Konzept für die Qualitätsentwicklung der Schulen vorzulegen.
Korter verwies darauf, dass die Schulinspektion vor allem an vielen Gymnasien große Mängel und Reformbedarf aufgezeigt habe. "Die Konsequenz aus unerfreulichen Berichten darf nicht sein, künftig nicht mehr so genau hinzusehen", sagte Korter. Sie warnte Kultusminister Althusmann davor, insbesondere dem Drängen des konservativen Philologenverbandes nachzugeben. "Die Schulen dürfen nicht in den alten Trott zurückfallen", so Korter.
Ein Qualitätsmanagement gebe es an den niedersächsischen Schulen erst in Ansätzen. Diese Ansätze dürften jetzt nicht schon wieder aufgegeben, sondern müssten dringend weiterentwickelt werden, so Korter. "Berichten muss die nötige Unterstützung folgen, sonst sind sie in der Tat überflüssig", sagte die Grüne. Die Schulleitungen müssten endlich die nötige Zeit für Qualitätsentwicklung erhalten.
Mit Hilfe einer Anfrage an die Landesregierung will Korter jetzt erfahren, wie die bisherigen Berichte der Schulen ausgewertet worden sind und durch welche neuen Instrumente der Qualitätsentwicklung sie gegebenenfalls ersetzt werden sollen.