Zahlreiche WissenschaftlerInnen, WirtschaftsvertreterInnen, JournalisteInnen und andere Personen haben sich für eine längere gemeinsame Schulzeit ausgesprochen:
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Frankfurter Rundschau, 27.05.2010, "Medizinsoziologe Richter "Viele Hauptschüler sind krank" "Das Übel muss an der Wurzel gepackt werden. Es geht um eine fairere Verteilung von Macht, Geld und Bildung. (…) Unser unsägliches Schulsystem, das soziale Selektion noch verstärkt, muss endlich erneuert werden."
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Matthias Richter, Professor für Medizinische Soziologie an der Universität Bern
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bildungsklick.de, 09.02.2009: "Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn wir (…) für alle Kinder – egal mit welcher Begabung, welchen Fähigkeiten oder welcher Herkunft – ein einheitliches System schaffen würden."
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Jörg Pilawa
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Hamburger Abendblatt, 25.04.2008: "Die Idee des längeren gemeinsamens Lernens halte ich für vernünftig."
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Ole von Beust (CDU) Erster Bürgermeister von Hamburg
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Nationaler Integrationsplan, Abschlussbericht der AG 3 "Gute Bildung und Ausbildung sichern, Arbeitsmarktschancen erhöhen": "Eine frühzeitige Aufteilung auf Schulformen erschwert im weiteren Verlauf eine Integration und die Erfolgschancen von Kindern aus sozial benachteiligten und zugewanderten Familien. (…) Der Leistungsrückstand von Jugendlichen mit Migrationshintergrund gegen Ende der Schulpflicht ist in kaum einem PISA-Teilnahmestaat so groß wie in Deutschland. (…) Es geht darum, eine frühzeitige Auslese möglichst zu vermeiden, längeres gemeinsames Lernen zu ermöglichen und die Durchlässigkeit innerhalb des Bildungssystems aktiv zu steigern."
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Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 23.03.2007
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Pressemitteilung des Behindertenbeauftragten vom 1.03.07: Das Recht auf Bildung ist schon in der UN-Kinderrechtsreform festgeschrieben und gilt selbstverständlich auch für Kinder mit Behinderungen. Finke setzt sich deshalb ausdrücklich für ein längeres gemeinsames Lernen von nicht behinderten und behinderten Kindern ein, für eine Schule, die Verschiedenheit respektiert und nicht von allen das Gleiche verlangt, sondern jedes einzelne Kind in seiner Gesamtentwicklung unterstützt.
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Karl Finke Behindertenbeauftragter des Landes Niedersachsen
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dpa, 28.02.07: "Kein Land trennt die Kinder so früh, wie wir das tun. Damit tun wir uns keinen Gefallen."
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Ingrid Hamm Geschäftsführerin der Robert-Bosch-Stiftung
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Die Tageszeitung, 27./28.01.2007: "In Deutschland verstärken sich Diskriminierungsmechanismen durch die Schwächen des deutschen Bildungssystems. Ein Problem ist die frühe Selektion. Für Migranten ist das noch problematischer als für deutsche Jugendliche. (…) Beinahe alle Bildungsexperten sind sich einig, dass wir ein integriertes System brauchen, in dem die Schüler und Schülerinnen individuell gefördert werden."
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Prof. Georg Auernheimer, Professor für Interkulturelle Pädagogik
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Forschungsbericht des NIW 34 "Bildung und Qualifizierung in Niedersachen, September 2006: "In Deutschland sind die sozialen Unterschiede hinsichtlich des Zugangs zu höherer Bildung besonders ausgeprägt, von Chancengleichheit kann keine Rede sein. Dies bildet ein erhebliches Hindernis für die notwendige Erschließung weiterer Bildungspotenziale in der Bevölkerung. Um diese zu beseitigen oder zumindest zu verringern ist neben einer stärkeren individuellen Förderung der Schler durch differenzierten Unterricht in kleineren Lerngruppen und den Ausbau der Förderinfrastruktur an den Schulen (auch in Form von psychologisch geschultem Personal) vor allem eine insgesamt spätere Selektion notwendig, wie sie in allen erfolgreichen PISA-Staaten erfolgt."
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Niedersächsisches Institut für Wirtschaftsforschung
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Süddeutsche Zeitung, 15.3.2006: "Die Bundesrepublik ist für ihr Wohlergehen auf jedes Talent, jeden klugen Kopf angewiesen. (…) Ein Schulsystem, das Kinder im Alter von zehn Jahren bereits von bestimmten Berufswegen weitgehend ausschließt, ist unakzeptabel. (…) Bereits heute können 15.000 offene Ingenieurstellen nicht besetzt werden. Die Zeit, in der man Schüler frühzeitig in Schachteln mit der Aufschrift 'Handwerker', 'Lehrer', 'Techniker' oder 'Arzt' steckte, sollte eigentlich vorbei sein"
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Christoph-Friedrich von Braun Vorsitzender des Vereins Deutscher Ingenieure, Bezirksverein München
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Wirtschafswoche, 10.3.2006: "Das dreigliedrige Schulsystem, mit dem wir weltweit nahezu allein stehen, passt nicht mehr in die heutige Zeit. Es reflektiert die Drei-Klassen-Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. (…) Weil wir durch unser Schulsystem die Chancengleichheit mit den Füßen treten, brauchen wir einen exzessiven Sozialstaat, um das wünschenswerte Maß an Gleichheit wenigstens im Nachhinein herzustellen. (…) Die hohe deutsche Arbeitslosigkeit und das miserable Wachstum haben genau hier ihre zentrale Ursache. Wie viel besser wäre es doch, verringerten wir die Ungleichheit im Vorhinein bei der Ausbildung unserer Schüler."
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Hans-Werner Sinn, Präsident des Ifo-Instituts für Wirtschaftsförderung
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Handelsblatt, 22.2.2006: "Gefragt sind massive strukturelle Veränderungen: weg von einem Bildungssystem, das zu stark darauf ausgerichtet, überdurchschnittliche Schüler von unterdurchschnittlichen zu trennen, hin zu einem System, das individuelle Schwächen ausgleicht und Talente fördert. Das lässt sich weder durch das althergebrachte Drei-Klassen-System noch durch eine überwiegende Beibehaltung des herkömmlichen Frontalunterrichtes gewährleisten."
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Lothar Späth, ehem. CDU-Ministerpräsident von Baden-Württemberg
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Die Tageszeitung, 22.2.2006: "Ich finde, alle am Schulleben beteiligten, Lehrer, Eltern, Schüler, Parlamentarier und Regierungen, sollten eine Debatte beginnen in Bezug auf die Struktur des Bildungswesens. (…) Ich habe nicht den Eindruck, dass die frühe Verteilung der Schüler Probleme löst. Diese Auslese ignoriert oft die tatsächlichen Leistungen der Schüler."
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Vernor Muñoz, UN-Sonderberichterstater für das Menschenrecht auf Bildung
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Die Tageszeitung, 23.1.2006: "Unter den Anforderungen der Demografie brauchen wir ein Schulsystem, das die Kinder individuell fördert. Es soll nicht ausgrenzen, sondern auf die Heterogenität der Begabungen eingehen. Es ist deswegen richtig, ein strikt gegliedertes System von Haupt-, Realschulen und Gymnasien hinsichtlich der Segregationswirkungen auf den Prüfstand zu stellen."
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Bert Rürup, Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, "Wirtschaftsweise"
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Wormser Zeitung, 17.1.2006: "Wie in Finnland oder Schweden sollten alle Kinder mit all ihrer Unterschiedlichkeit bis zum neunten Schuljahr gemeinsam in ihrer Klasse lernen. Ohne Trennung nach Herkunft und Begabung und ohne sie - wie in der traditionellen Gesamtschule - in A-, B- oder C-Kurse zu sortieren. Auch Sitzenbleiben dürfte es nicht geben. Das gemeinsame Lernen gelingt aber nur mit einer anderen Pädagogik."
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Rita Süssmuth Bundestagspräsidentin und Bundesministerin a.D., CDU
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die tageszeitung, 28.09.05: "Wir müssen jeden einzelnen Schüler voranbringen, weil wir jeden später als Bürger und als Finanzier des Sozialsystems brauchen. Wir können uns die dreigliedrige Schule schlicht nicht mehr leisten. Die Ersten, die das erkannt haben, sind die Unternehmen."
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Rita Süssmuth Bundestagspräsidentin und Bundesministerin a.D., CDU
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Die Zeit, 34/2005: "Nach Ansicht des Harvard-Professors Jeffrey Sachs ist das hohe Bildungsniveau aller Finnen, unabhängig von der sozialen Herkunft, ausschlaggebend für den volkswirtschaftlichen Erfolg. (…) Nach unserer Einschätzung beeinträchtigt ein mehrgliedriges Schulsystem mit früher Auslese die volkswirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit. Warum? Weil dieses System nicht ein gleichmäßig hohes Bildungsniveau der gesamten Gesellschaft ermöglicht."
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Paavo Lipponen 1995-2003 finnischer Ministerpräsident
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Frankfurter Rundschau, 12.07.05: "Der Begriff der 'Einheitsschule' wird in Deutschland immer noch gezielt als ideologische Waffe eingesetzt gegen alles was nach längerer gemeinsamer Lernzeit aussieht. Wer so argumentiert, verstellt sich die Sicht für die Zukunft mit Ängsten aus der Vergangenheit, die mit den ideologischen Grabenkämpfen in der Zeit des Kalten Krieges zu tun haben. Diese Sichtweise hat nichts, aber auch gar nichts mit der skandinavischen Vorstellung von einer Schule für alle zu tun, in der jedes Kind wichtig ist und niemand verloren gehen darf."
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Rainer Domisch, Zentralamt für Unter-richtswesen in Finnland
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"Dem Tischler kann auch Griechisch gelernt zu haben ebenso wenig unnützlich seyn wie Tische zu machen dem Gelehrten."
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Wilhelm von Humboldt 1776 – 1835, zeitweilig Sektionschef für Kultus und Unterricht im Ministerium des Innern in Berlin
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Studie "Humankapital wichtigster Wachstumstreiber", 14.06.05: "Unsere empirischen Untersuchungen belegen, dass Humankapital der wichtigste Produktionsfaktor in modernen Volkswirtschaften ist. (…) Gemeinsam sind den erfolgreichen Ländern das eingliedrige Schulsystem und das Ziel, möglichst viele Kinder zu einem hohen Ausbildungs-abschluss zu führen, ohne dass die Qualität sinkt."
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Deutsche Bank Research Stefan Bergheim
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Dokument "Die Bekämpfung des Schulversagens: Eine Herausforderung an ein vereintes Europa", 1993: "Eine frühe Aufteilung der Schüler auf unterschiedliche Schulformen oder –zweige ist der Chancengleichheit im Bildungswesen abträglich und der Herausbildung einer intellektuellen Elite nicht förderlich."
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EURYDICE: Das Informa-tionsnetz zum Bildungswesen in Europa
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die tageszeitung, 26./27.2.2005: Zur Absicht des Südschleswigschen Wählerverbandes SSW, in Schleswig-Holstein die Gemeinschaftsschule einzuführen: "Es wäre ein Glücksfall, wenn die der bürgerlichen Minderheit dienende Dreigliedrigkeit der Schule aufgebrochen wird. Die Kulturhoheit der Länder bekäme damit endlich einen Sinn."
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Prof. Erich Röper Uni Bremen, bis 1997 Fraktionsgeschäftsführer der Bremer CDU
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Didactica magna "So ist es doch besser, der Jugend in größerem Kreise gemeinsam Unterricht zu erteilen."
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Johann Amos Comenius, Pädagoge (1592 – 1670)
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Frankfurter Rundschau, 22.3.2005: "Die Hauptschule nützt niemandem mehr, genauso wenig wie das gesamte dreigliedrige Schulsystem. Sie ist grandios gescheitert. (…) In rückständigen Gebieten wird sie als Schulform krampfhaft erhalten werden, als Sammelbecken für Verlierer. Doch irgendwann wird man auch dort sagen müssen: Stopp, das wollen wir nicht mehr."
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Dietmar J. Bronder Vorsitzender des Arbeiskreises Hauptschule e.V.
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Interview mit Capital, 25.11.2004: "Das dreigliedrige System ist gescheitert. Es führt dazu, dass schwache Schüler abgeschoben statt individuell gefördert werden. Gleichzeitig ist die Spitze aus guten Schülern schmaler als in anderen Ländern."
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Andreas Schleicher PISA-Koordinator der OECD
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Interview mit dpa, 6.12.2004: "Ich bezweifle, dass solche Ziele mit einer Binnenoptimierung innerhalb des bestehenden Bildungssystems zu erreichen sind. (…) Sicher ist die Qualität des Unterrichts der Schlüssel zu besseren Lernergebnis-sen. Aber ich halte den in Deutschland weit verbreiteten Glauben für naiv, dass sich die Qualität des Unterrichts allein oder auch nur maß-geblich mit neuen didaktischen Konzepten oder Lehrerbildungsmaß-nahmen beeinflussen ließe. Seit Jahrhunderten ist Deutschland Ex-portweltmeister in Pädagogig und Didaktik, aber wir müssen uns doch irgendwann fragen, warum diese deutschen Konzepte in Ländern wie Finnland, Japan oder Kanada systemisch verwirklicht werden, aber in Deutschland allenfalls in Einzelschulen zum Tragen kommen."
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Andreas Schleicher PISA-Koordinator der OECD
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die tageszeitung, 24.11.2004: Warum hängt die Mentalität mit dem Schulsystem zusammen? "Weil die dreigliedrige Schule auf der Theorie der Dreifaltigkeit der Begabung beruht. Wenn ein Kind nicht mitkommt, dann fühlen sich nicht etwa die Lehrer oder die Schule verantwortlich, sondern das Kind gilt dann als nicht begabt. Das Kind kann's nicht."
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Prof. Renate Valtin Humboldt-Universität Berlin und Mitglied des IGLU-Konsortiums
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Braunschweiger Zeitung, 23.11.2004: "Niedersachsen hat ein hochselektives Schulsystem geschaffen."
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Prof. Karl Neumann TU Braunschweig
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Braunschweiger Zeitung, 23.11.2004: Das dreigliedrige Schulsystem "beruht auf Selektion, nicht auf sozialer Integration. (…) Modernisierung funktioniert anders."
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Prof. Gerhard Himmelmann TU Braunschweig
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Grundschulverband aktuell, 11/2004: "Die Finnen haben ein Grundmotiv: Man darf Kinder nicht beschämen. (…) Die deutsche Gesellschaft hat ein anderes Grundmotiv, es ist unser gesellschaftliches Verständnis von Schule: frühzeitig auszulesen, damit, die klug sind, von den anderen nicht so lange gebremst werden. Damit machen wir genau das, was die Finnen und Dänen nicht machen: Wir beschämen die negativ ausgelassenen und wir lassen viele zurück."
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Jörg Ramseger Freie Universität Berlin
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Grundschulverband aktuell, 11/2004: "Ich kann mir gut vorstellen, wenn wir die Diskussion um die Standards und um die Lehrerbildung Stück für Stück vorantreiben – auch als Wirtschaftsorganisation -, dann werden wir bald an den Punkt kommen, wo die Strukturfrage automatisch auf die Agenda kommt und sich dem auch keiner mehr entziehen kann."
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Stefan Küpper, Leiter der Abteilung Bildungspolitik beim Bund deutscher Arbeitgebe
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Neue Presse 9.11.2004: "Der Druck wird durch die frühe Selektion nach Klasse vier noch größer. (…) Es gibt einen alarmierenden Anstieg der Störungen schon im Grundschulalter. (…) Die Reform nimmt vielen Kindern ihre Chance."
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Prof. Christina Krause Uni Göttingen
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FR 26.10.04: "Nach meiner Auffassung gibt es zu einer Verlängerung der Grundschulzeit auf sechs, möglichst sogar auf neun oder zehn Jahre keine Alternative. (…) Es ist wissenschaftlich erwiesen schlicht falsch, dass von heterogenen Gruppen nur die schlechteren Schülerinnen und Schüler profitieren. Man befruchtet sich gegenseitig."
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Prof. Hans-Günter Rolff Institut für Schulentwicklungs-forschung Dortmund
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taz 16.9.2004: "Unser viergliedriges Schulsystem – wer vom dreigliedrigen spricht, vergisst, dass wir fast fünf Prozent in Sonderschulen aussondern, weltweit einmalig – hält für viele Kinder die Botschaft bereit: Ob du dazugehörst, ist zweifelhaft." "Die Deutschen müssen sich endlich trauen, wie die Finnen zu sagen: "Kein Kind darf beschämt werden.' Sie müssen wie die Schweden ins Schulgesetz schreiben: "Sortieren findet bis Klasse neun nicht statt.'"
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Reinhard Kahl Journalist
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taz 15.9.2004: "Wir haben in Deutschland eine institutionalisierte Hemmschwelle – das Schulsystem. Die frühe Auslese in unseren Schulen hindert junge Menschen daran, weiterzulernen."
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Prof. Jutta Almendinger, Direktorin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
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Vortrag in der Max-Brauer-Schule Hamburg 15.9.2004: "Der Dortmunder Fußballspieler Jürgen Wegmann hat nach einem verlorenen Spiel den Spruch geprägt: Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech hinzu. Genauso ergeht es vielen Schülern aus unteren Sozialschichten: Zuerst der falschen Schule zugeordnet, dann unzureichend gefördert. Da sollte doch die Frage erlaubt sein: Wie soll das doppelte Problem behoben werden, wenn die Schulstruktur zum Tabu erklärt wird?"
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Prof. Ernst Rösner Uni Dortmund, Institut für Schulentwicklungsforschung
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Vortrag in der Veranstaltungsreihe "Grüne im Dialog", 3.6.2003: "Entscheidend heißt für mich (…), ob wir es schaffen, künftig weniger gedemütigte, demotivierte und für das lebenslange Lernen verdorbene Menschen aus den Schulen zu entlassen. (…) Eine demokratische Schule folgt der Idee der Einbeziehung statt der Ideologie der Ausgrenzung. Schülerinnen und Schüler trotz aller Unterschiedlichkeit zusammenzuhalten, wäre demnach die nahe liegende Konsequenz, d.h. das gemeinsame Lernen über die vierjährige Grundschulzeit hinaus zu verlängern."
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Prof. Eiko Jürgens Uni Bielefeld
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Focus 14.4.2003: "Wir müssen den Unterricht, wir müssen aber auch die Schulstrukturen in der Sekundarstufe ändern. (…) Ich befürworte eine sechsjährige Grundschule mit einer andschließenden integrierten Sekundarstufe."
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Prof. Klaus-Jürgen Tillmann Universität Bielefeld, Laborschule Bielefeld Mitglied im PISA-Konsortium 2000
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Die Tageszeitung, 5.3.2003: "Was wir tun sollten ist beides: Die Lehrer nicht mehr nur auszubilden, dieses Frage-und-Antwort-Spiel mit den Schülern zu spielen. Und uns ruhig zu trauen, die Schüler erst später als nach der vierten Klasse in verschiedene Schulformen zu stecken."
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Jürgen Kluge McKinsey
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Empfehlungen für Schulreform, Januar 2003: "Einer der wichtigsten Einflussfaktoren für den Bildungserfolg ist die späte institutionelle Differenzierung in Schultypen. Gerade hier hat Deutschland im Ländervergleich nach unseren Erkenntnissen den größten Reformbedarf."
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McKinsey
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Die Tageszeitung, 6.7.2002: "Der pädagogische Grundmechanismus, den wir im deutschen Schulsystem identifiziert haben, ist die Bevorzugung von Homogenität. Schulen wollen Klassen, in denen die Schüler gleiche Voraussetzungen für den gemeinsamen Unterricht "im Gleichschritt" mitbringen. (…) Kernpunkt des Problems ist natürlich das dreigliedrige Schulsystem."
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Prof. Frank-Olaf Radtke Goethe-Uni Frankfurt
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Die Tageszeitung, 9.1.2002: "Das Separieren von Kindern hindert einige Schüler daran, ihre Entwicklungspotenziale zu entfalten. Da kann man nicht nur erwidern, es brauche einen besseren Unterricht. Wir kommen um eine Strukturdebatte nicht herum."
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Prof. Klaus Klemm Uni Essen
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Vortrag an der Evang. Akademie Arnoldshain, 7.5.1999: "Das dreisäulige Schulsystem ist ein Ausdruck für eine längst ver-schwundene soziale Ordnung. Es ist gewissermaßen die mühsame und aufwendigeTransformation ständestaatlicher Prinzipien in moder-ne Formen und deren Hinüberretten in das postmoderne Zeitalter der Globalisierung und Wissensrevolution."
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Prof. Egon Becker Uni Frankfurt/Main
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