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14. Mai 2010

GRÜNE kritisieren einseitige Bundeswehrwerbung an Schulen

Umgang der Schüler mit Waffen und Waffensimulatoren muss ausgeschlossen werden

Als "sehr unbefriedigend" hat die schulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion Ina Korter die Antwort der Landesregierung auf ihre Anfrage nach Bundeswehrveranstaltungen in der Schule bezeichnet. "Die Landesregierung öffnet unkritischen Werbeveranstaltungen der Bundeswehr in der Schule Tür und Tor", kritisierte die Grünen-Politikerin heute (Freitag) in Hannover.

Es sei zu befürchten, dass die Schülerinnen und Schüler durch Auftritte von Jugendoffizieren in den Schulen und Besuche von Schulen bei der Bundeswehr einseitig informiert würden. "Über Fragen der internationalen Konfliktbewältigung müsste ausgewogener informiert werden, als ausschließlich über die Bundeswehr, erklärte Korter. Die aufgelöste Landeszentrale für politische Bildung sei dafür besser geeignet gewesen.

Scharfe Kritik übte Korter daran, dass es keine Regelung gebe, mit der ausgeschlossen werde, dass Schülerinnen und Schüler bei Besuchen mit ihrer Schule bei der Bundeswehr mit Waffen oder Waffensimulatoren hantieren dürften. "Waffen gehören nicht in die Hände von Jugendlichen. Nach den Ereignissen von Erfurt und Winnenden muss hier auch das Kultusministerium endlich mehr Sensibilität zeigen", forderte die Grüne.

Korter forderte die Landesregierung auf, es den Schülerinnen und Schülern freizustellen, ob sie an Besuchen bei der Bundeswehr teilnehmen wollten. Sie verwies auf eine Regelung in Bayern, wo eine Befreiung von einer Veranstaltung im Einzelfall aus Gewissensgründen möglich sei.

 

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