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1. April 2010

Schlechte Unterrichtsversorgung - Grüne fordern schulpolitische Konsequenzen aus Unzufriedenheit der Eltern

"Ministerin Heister-Neumann muss endlich eine transparente Bedarfsplanung und ein effizientes Vertretungskonzept vorlegen", so die schulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion Ina Korter. Angesichts der erheblichen Klagen von Eltern in Niedersachsen über die schlechte Unterrichtsversorgung haben die Landtagsgrünen Kultusministerin Heister-Neumann aufgefordert, endlich konkrete Zahlen vorzulegen, wie viele Lehrerstellen durch Auslaufen und Wegfall des Lehrerarbeitszeitkontos in den kommenden Jahren benötigt werden und wie viele davon die Ministerin zu besetzen gedenke.

"Es ist unglaublich, mit welcher Ignoranz das Problem der schlechten Unterrichtsversorgung ausgesessen werden soll", so Ina Korter. Offenbar stochere die Ministerin bei der Unterrichtsversorgung weiter im Nebel, so wie es sich bereits bei den Haushaltsberatungen für den Haushalt 2010 abgezeichnet habe.

"Die konkreten Zahlen müssen endlich auf den Tisch! Und dann wollen wir wissen, ob die benötigten Stellen alle besetzt werden", so Korter. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Inkompetenz der Regierung Wulff auf dem Rücken der jetzigen Schülergeneration ausgetragen werde.

Um bereits jetzt effiziente und rasche Hilfe für die Schulen bereitzustellen, müssten zudem Feuerwehrlehrkräfte mindestens mit Jahresverträgen eingestellt werden, die in dezentralen Vertretungspools zusammengefasst und bedarfsgerecht eingesetzt werden könnten.

Für auf wenige Wochen befristete Verträge, die zudem zu den Ferien gekündigt würden, sei kaum eine Fachlehrkraft, schon gar nicht in Mangelfächern, bereit, gerade in ländlichen Regionen zu arbeiten. "Diese Lehrkräfte wollen und brauchen eine berufliche Perspektive. Darauf muss die Ministerin endlich reagieren und effiziente Vertretungskonzepte entwickeln", so Korter abschließend.

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