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Als "wirtschaftspolitisch extrem kurzsichtig" hat die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter die Forderung des Landesrechnungshofes nach Stellenstreichungen im Schulbereich kritisiert. "Eine gut ausgestattete Schule ist die wichtigste Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes", sagte die Grünen-Politikerin am Dienstag (heute) in Hannover.
Andere Länder wie Finnland und Polen hätten gerade in Krisen in ihr Bildungssystem investiert. Sowohl im internationalen Vergleich als auch im Vergleich zu den Ländern in Süddeutschland sei das niedersächsische Schulsystem deutlich unterfinanziert. So liege der Anteil der Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt in Deutschland mit 4,8 Prozent deutlich unter dem OECD-Durchschnitt von 5,7 Prozent. Und nach dem jüngsten Bildungsfinanzbericht habe Niedersachsen pro Schüler nur 4.900 € im Jahr aufgebracht, während im Bundesdurchschnitt 5.200 € investiert wurden.
"Wenn Niedersachsen jetzt in den Schulen weiter kürzt, wird es seine Schlusslichtposition auf lange Zeit beibehalten", so Korter. Sie zitierte die OECD-Direktorin Barbara Ischinger, die bei der Vorlage des jüngsten OECD-Bildungsberichtes erklärt hatte:" Wenn Deutschland gestärkt aus dieser Wirtschaftskrise hervorgehen will, dann ist jetzt der Zeitpunkt, in Bildung und höhere Qualifikation zu investieren."