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"Die Landesregierung handelt bei der Förderung von Kindern aus Migrantenfamilien nach wie vor ohne Elan und Konzept", sagte die schulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion Ina Korter heute (Mittwoch) in Hannover. Eine gestern veröffentlichte Studie des Statistischen Bundesamtes zur Situation der Migranten in Deutschland hat ergeben, dass der Anteil der Zuwandererkinder ohne Schulabschluss siebenmal so hoch ist wie der von Jugendlichen ohne Migrationshintergrund.
"Die kleinteiligen Einzelmaßnahmen der Landesregierung reichen nicht, um die strukturelle Benachteiligung der Kinder aus Migrantenfamilien in unserem selektiven Schulsystem grundlegend zu verbessern", sagte die Grünen-Politikerin. Die Grünen fordern mehr echte Ganztagsschulen und Gesamtschulen. Kinder aus Migrantenfamilien seien besonders durch die frühe Trennung nach Klasse 4 und die fehlende häusliche Unterstützung benachteiligt.
Zudem müssten die besonderen Potenziale der Migranten, insbesondere ihre Mehrsprachigkeit, endlich in der Schule gewürdigt und konsequent gefördert werden.
"Vor mehr als einem Jahr haben wir im Landtag ein Konzept vorgelegt, das die Migrantenverbände einhellig unterstützt haben. Außer ein paar vereinzelten Maßnahmen hat die Landesregierung bislang davon viel zu wenig umgesetzt", kritisierte Korter.