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31. August 2009

GRÜNE fordern mehr Anstrengungen für Inklusive Schule

Die Landtagsgrünen haben Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann aufgefordert, sich endlich für Inklusive Schulen in Niedersachsen einzusetzen.

"Heute erhält die IGS Linden den Jakob-Muth-Preis für Inklusion.

Das ist ein schöner Erfolg, zu dem wir der IGS Linden herzlich gratulieren", sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter heute (Montag) in Hannover.

"Die Kultusministerin tut jedoch nichts, damit dieses Beispiel Schule macht. Im Gegenteil, sie verweigert den neuen Gesamtschulen die für die Inklusion nötigen Ganztagsstunden und zerschlägt die Vollen Halbtagsschulen", so die grüne Schulexpertin.

Die Grünen haben bereits im Januar einen Gesetzentwurf für inklusive Schulen in Niedersachsen in den Landtag eingebracht. Er sieht in den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache und emotionale und soziale Entwicklung die schrittweise Überführung der Förderschulen in allgemeine Schulen vor und stellt in den anderen Bereichen die Elternentscheidung ganz nach vorn.

Im Mai hatte der Gesetzentwurf der Grünen in einer zweitägigen Landtagsanhörung große Zustimmung bei den Verbänden und in der Wissenschaft gefunden. Im Landtag muss darüber noch entschieden werden.

"Niedersachsen gehört bundesweit zu den Schlusslichtern bei der Inklusion. Die Zeit der Bettelgänge von Eltern für einen inklusiven Schulplatz für ihr Kind muss endlich vorbei sein! Inklusion muss die Regel sein, nicht die Ausnahme! "forderte Korter.

Die Grünen-Politikerin schlägt vor, noch in diesem Jahr zu beginnen und im ersten Schritt die Grundschulen, vor allem aber die Vollen Halbtagsschulen (VHGS) zu inklusiven Schulen mit besonderer Unterstützung durch Fachkräfte zu entwickeln.

"Die VHGS sollten die Pilotschulen der Inklusion werden", so Korter.

 

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