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13. August 2009

Landesregierung lässt Eigenverantwortliche Schulen im Regen stehen

GRÜNE fordern professionelles Unterstützungsangebot

Scharfe Kritik an der mangelnden Unterstützung der Landesregierung für die Eigenverantwortlichen Schulen hat die schulpolitische Sprecherin Ina Korter heute (Donnerstag) in Hannover geübt. "Seit zwei Jahren ist den Schulen ein großes Maß an Eigenverantwortlichkeit übertragen worden, aber bis heute gibt es nicht einmal Ansätze für ein qualifiziertes Unterstützungssystem. Die Landesregierung lässt die Schulen im Regen stehen", sagte die Grünen-Politikerin. Korter forderte Kultusministerin Heister-Neumann auf, endlich mit  einem Konzept für die Neuorganisation der Landesschulbehörde und die Aufgaben des Niedersächsischen Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung (NiLS) für die erforderliche professionelle Unterstützung der Eigenverantwortlichen Schule zu sorgen.

"Das Schuljahr hat begonnen und Ministerium und Schulbehörden beschäftigen sich mit sich selbst", sagte Korter. Seit 2005 habe es bereits mehrere Gutachten gegeben, die Aufgaben der Landesschulbehörde neu zu fassen. Aber im Ministerium habe man offenbar Angst vor einer Entscheidung.

Weder die versprochene neue Arbeitszeitverordnung für die Schulleitungen mit möglichen Entlastungen noch die groß angekündigte Schulleitungsakademie seien bisher in die Tat umgesetzt worden. Auf Anfragen zur Situation der Schulpsychologie habe die Landesregierung seit Jahren auf die Neuorganisation der Landesschulbehörde vertröstet. Inzwischen gebe es die Schulpsychologie kaum noch.

Korter: "Die eigenverantwortlichen Schulen brauchen endlich Unterstützung durch eine schnelle, serviceorientierte, professionelle und regional ansprechbare Landesschulbehörde." Das Herumdoktern an einem Konzept, welches auf Kosten der Qualität vor allem auf Personaleinsparung setzt, müsse endlich beendet werden.

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