
NR. 251 der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Niedersächsischen Landtag
Datum: 11. August 2009
Konsequenzen aus der hohen Unzufriedenheit der Eltern mit den Schulen hat die schulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Ina Korter, anlässlich der im Auftrag der Zeitschrift "Eltern" durchgeführten forsa-Umfrage gefordert. "Die Landesregierung muss endlich den Willen der Eltern zur Kenntnis nehmen, statt sich weiter an überholten ideologischen Schulkonzepten festzuklammern", forderte Korter heute (Dienstag) in Hannover.
Bemerkenswert sei, dass 64% der Eltern eine zu frühe Trennung der Kinder auf verschiedene Schulformen kritisierten und 57% dringend mehr Ganztagsschulen forderten. "Es ist an der Zeit, gemeinsames ganztägiges Lernen zu ermöglichen", so die grüne Schulexpertin.
Die forsa-Umfrage habe insgesamt eine sehr hohe Unzufriedenheit der Eltern mit der Schule deutlich gemacht. So hätten 68% der Eltern erklärt, das deutsche Bildungssystem sei grundsätzlich veraltet. "Wenn die Landesregierung weiter lernunwillig bleibt, macht sie sich selbst überflüssig", so Korter. Es sollte ihr eine Warnung sein, dass inzwischen 91% der Eltern den Bildungsföderalismus ablehnen. Die Grünen-Politikerin forderte die Landesregierung auf, darauf hinzuwirken, dass das von der Großen Koalition beschlossene Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern bei der Bildung aufgehoben werde.