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4. August 2009

GRÜNE kritisieren schleppenden Ausbau der Ganztagsschulen

Landesregierung verpfuscht den Kindern die Zukunft

Den schleppenden Ausbau der Ganztagsschulen in Niedersachsen hat die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter kritisiert. "Die schwarz-gelbe Landesregierung hat sich rigoros geweigert, eigene Mittel für den Ausbau der Ganztagsschulen zur Verfügung zu stellen. Jetzt zeigt sich, dass sie nicht einmal in der Lage ist, die Mittel des Bundes zügig an die Schulen weiterzureichen;" sagte die Grünen-Politikerin am Dienstag (heute) in Hannover. Nach aktuellen Presseberichten gehört Niedersachsen zu den Bundesländern, die die Fördermittel für Ganztagsschulen nicht vollständig abgerufen haben.

Auch die Bundestagsabgeordnete und Spitzenkandidatin der niedersächsischen Grünen für die Bundestagswahl Brigitte Pothmerkritisierte: "Die Landesregierung verpfuscht den Kindern die Zukunft". Niedersachsen sei im Bundesländervergleich Schlusslicht bei der Betreuung der unter Dreijährigen, Vorletzter bei den Drei bis Sechsjährigen und liege auch bei dem Anteil der Kinder an Schulen mit Ganztagsangebot unter dem Durchschnitt.

Dem Bildungsbericht von 2008 zufolge sei das Angebot an Ganztagsplätzen nicht nur in den ostdeutschen Bundesländern deutlich besser, sondern auch in Ländern wie Nordrhein-Westfalen und Hessen. Nur für jedes fünfte Schulkind in Niedersachsen stehe ein Ganztagsschulplatz zur Verfügung. Dabei handele es sich in der Regel nicht einmal um echten Ganztagsunterricht, sondern nur um zusätzliche Betreuungsangebote.

"Niedersachsen braucht einen ehrgeizigen Plan zum Ausbau der Ganztagsschulen", sagte Korter. Sie wies darauf hin, dass das Bildungsfinanzierungskonzept der Grünen-Landtagsfraktion bis 2013 jährliche Mittel von bis zu 520 Mio. € für Ganztagsschulen vorsehe.

Korter kündigte an, dass sie den schleppenden Abfluss der Ganztagsschul-Fördermittel mit einer Anfrage zum Thema der kommenden Plenartagung des Landtages im August machen werde.

 

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