Bündnis 90/Die Grünen

PRESSEMITTEILUNG

NR. 236 der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Niedersächsischen Landtag
Datum: 29. Juli 2009

Grüne wollen ehrliche Bestandsaufnahme beim Zentralabitur

Korter: Durchschnittsnoten allein sagen nichts aus

Die im Vergleich zum Vorjahr minimal verbesserte Durchschnittsnote beim Zentralabitur ist nach Meinung der Grünen wenig aussagekräftig. "Ich freue mich über den besseren Notenschnitt und die höhere Zahl der Abiturientinnen und Abiturienten. Das sagt aber nichts aus über die Qualität des Zentralabiturs", sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korterheute (am Mittwoch) in Hannover.

Nachdem die Ergebnisse des vierten Jahres mit einheitlichen Abschlussarbeiten an den gymnasialen Oberstufen vorliegen, verlangt die Grünen-Politikerin eine ehrliche Bestandsaufnahme. "Das geht nur in einem mehrjährigen Vergleich, der auch die Zeit vor dem Zentralabitur einbezieht. Unsere Aufgabe als Politik ist nicht nur das Feiern der Besten, sondern sich auch darum zu kümmern, wer es aus welchen Gründen nicht geschafft hat; denn wir brauchen möglichst viele junge Leute mit qualifizierten Abschlüssen", so Korter.

In einer parlamentarischen Anfrage will die Grünen-Politikerin daher für die Jahre 2003 – 2009 von der Landesregierung wissen, wie sich die Durchschnittsnoten entwickelt haben. Ebenso interessant sind die Zahlen der Abiturientinnen und Abiturienten insgesamt sowie die Veränderungen der Zahlen derer, die das Abitur nicht geschafft haben, weil sie vorher aufgegeben haben, nicht zugelassen wurden oder durchgefallen sind.

Zum Problem der Pannen beim diesjährigen Zentralabitur im Fach Mathematik hat die Grünen-Politikerin bereits im Juni eine Anfrage an die Landesregierung gestellt.

 

Anlage zum Thema: