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24. Juli 2009

Korter: Bedingungen für Vertragsnaturschutz in der Wesermarsch verbessern

„Zu geringer Bruterfolg bei Wiesenvögeln“

Die Bedingungen der Landwirte, die sich am Vertragsnaturschutz in den Vogelschutzgebieten der Wesermarsch beteiligen, müssen nach Meinung der Nordenhamer Grünen-Landtagsabgeordneten Ina Korter dringend verbessert werden.

In der aktuellen Förderperiode habe sich die Vertragsnaturschutzfläche in der Stollhammer Wisch um rund 1/3 von ca. 1.100 auf rund 800 Hektar gegenüber dem Stand von 2007 verringert. "Offenbar sind die angebotenen Vertragsvarianten für die Landwirte nicht mehr attraktiv genug", sagte Ina Korter.

Die Zahl der flüggen Vögel pro Brutpaar, der Reproduktionserfolg,  sei vor allem bei Kiebitz und Uferschnepfe zu gering, um den Bestand der Arten zu sichern. "0,5 flügge Jungvögel pro Brutpaar beim Kiebitz und 0,4 flügge Jungvögel bei der Uferschnepfe sind zu wenig. Deshalb ist der anhaltende Bestandsrückgang dieser Arten in Niedersachsen nicht allein auf die unverantwortliche Jagd während des Zuges in Frankreich zurück zu führen, sondern er hat auch Ursachen bei uns", so Korter. Gerade in den Schutzgebieten müssten die Vögel deutlich mehr Junge aufziehen können, um auch die Bestände außerhalb der Schutzgebiete zu stabilisieren. Deshalb müssten vor allem die Bedingungen der für den Naturschutz höherwertigen Vertragsvarianten dringend verbessert werden, fordert die Grünen-Politikerin.

In einer parlamentarischen Anfrage will Ina Korter jetzt von der Landesregierung wissen, wie der Vertragsnaturschutz zumindest wieder auf den Stand von 2007 gebracht werden soll und auf welcher Grundlage die Höhe der Ausgleichszahlungen an die Landwirte für die aktuelle Förderperiode festgelegt wurde.

"Umweltminister Sander betont ständig, für ihn sei der Vertragsnaturschutz das wichtigste Instrument seiner Naturschutzpolitik. Bisher kann er nicht einmal damit überzeugen", sagte Ina Korter.

 

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