
NR. 149 der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Niedersächsischen Landtag
Datum: 11. Mai 2009
Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter hat Kultusministerin Heister-Neumann vorgeworfen "mit Hurra-Meldungen" das Scheitern ihres Konzepts zur Unterrichtsversorgung kaschieren zu wollen. Noch immer würden mehr als 1.000 von den insgesamt 2.050 zusätzlichen Lehrerstellen fehlen, die die Landesregierung zur Sicherung der Unterrichtsversorgung im kommenden Schuljahr versprochen hatte.
"Durchsetzen kann sich die Landesregierung mit ihrem Konzept nur dort, wo sie die Lehrkräfte zur Mehrarbeit zwingen kann: durch die Ablehnung von Teilzeitarbeit. Aber überall dort, wo sie auf Freiwilligkeit angewiesen ist, scheitert sie", sagte die Grünen-Politikerin. So seien durch freiwillige Mehrarbeit von Referendaren statt der angestrebten 340 Stellen nur acht Stellen gewonnen worden. Auch Pensionäre, die freiwillig weiterarbeiten würden, hätten sich nach bisherigen Informationen nicht gefunden. Mit einer Dringlichen Anfrage werde die Grünen-Landtagsfraktion am kommenden Mittwoch im Landtag nachhaken.
"Das Unterrichtsversorgungskonzept der Landesregierung ist auf Sand gebaut", sagte die Grünen-Politikerin. Korter forderte die Landesregierung auf, zusätzliche reguläre Lehrerstellen zu schaffen, um die Unterrichtsversorgung endlich auf eine solide Basis zu stellen.