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25. November 2007

Grüne lehnen Nordenhamer-Kraftwerkspläne ab

Klimaschutzziel mit neuen Kohlekraftwerken nicht erreichbar

Die am Wochenende bekannt gewordenen Planungen zum Bau eines neuen Kohlekraftwerkes in Nordenham stoßen bei den Grünen auf scharfe Kritik. "Die Klimaschutzverpflichtung der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 40% der CO2-Emissionen einzusparen, wäre mit den rund 30 geplanten neuen Kohlekraftwerken in Deutschland schon jetzt reine Makulatur", sagte die Nordenhamer Grünen-Landtagsabgeordnete Ina Korter. Darauf habe auch der EU-Umweltkommissar Stavros Dimas bereits hingewiesen.

Ina Korter verweist auf Berechnungen des Umweltbundesamtes, wonach die CO2-Emissionen der Energiewirtschaft bis 2020 um über 50% sinken müssten. "Mit den aktuellen Kohle-Planungen der Energiewirtschaft würden der CO2-Ausstoß im Gegenteil sogar noch steigen", so Korter. Außerdem werde die falsche Energiepolitik mindestens für die nächsten 40 Jahre festgeschrieben, bis die neuen Kraftwerke abgeschrieben seien.

Statt neuer Kohlekraftwerke fordern die Grünen massive Energieeinsparungen und einen Ausbau der Windkraftnutzung vor allem im Offshore-Bereich. Da für eine Übergangszeit noch nicht auf die Verstromung fossiler Energien verzichtet werden könne, sollte dies dezentral in kleineren Einheiten geschehen. "Ein Steinkohlekraftwerk stößt im Schnitt  rund 750 Gramm C02 pro Kilowattstunde Strom aus; ein Gaskraftwerk rund 350 Gramm. Wenn die Abwärme aus kleineren Gaskraftwerken zusätzlich in der Kraft-Wärme-Koppelung zum Heizen genutzt wird, sinken die Emissionen nochmals," rechnet Ina Korter vor.

 

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