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Mit seiner Idee von der "Blauen Stadt" in Butjadingen wolle der CDU-Abgeordnete Björn Thümler lediglich vom Versagen der Landesregierung bei der Freihaltung des Fedderwarder Priels ablenken, meint die Nordenhamer Grünen-Landtagsabgeordnete Ina Korter.
Herr Thümler konnte seine vollmundigen Versprechen zur dauerhaften Sicherung der Hafenzufahrt allesamt nicht einlösen und macht deshalb jetzt schnell eine andere Baustelle auf", sagte Ina Korter.
Korter warnt vor neuen finanziellen Abenteuern in Butjadingen: "Ein Projekt wird nicht allein dadurch gut, dass die EU möglicherweise Fördermittel gibt. Es müssen immer auch Eigenmittel eingesetzt werden und die Folgekosten trägt die Gemeinde ohnehin allein. Die Thümlerschen Vorschläge sind bestenfalls geeignet, in Butjadingen den Pleitegeier zu füttern", ist die Grünen-Abgeordnete sicher. Die Einrichtung einer "Blauen Stadt" sei mit immensen Kosten verbunden, die selbst mit einer Co-Finanzierung durch die EU nicht zu schultern seien.
Zum Vorschlag Thümlers, ein Entwicklungskonzept für Butjadingen zu erarbeiten, erinnert Ina Korter an das bereits vorliegende Tourismuskonzept: "Wir brauchen nicht ständig neue Gutachten und Konzepte", so Korter. Außerdem sei Butjadingen was vermeintliche Alternativen zur derzeitigen touristischen Infrastruktur angehe, ein gebranntes Kind. "Ich erinnere nur an die großartigen Versprechen, die zahlreichen Gutachten und die öffentlichen Gelder, die in die Planung eines Badepolders investiert wurden, bevor man gemerkt hat, dass das nicht funktioniert".
Ihrem CDU-Kollegen Björn Thümler rät die Grünen-Politikerin, seine Bemühungen darauf zu konzentrieren, dass die Landesregierung endlich die Zusagen zur Freihaltung der Hafenzufahrt einhalte. "Auch Thümlers Blaue Stadt braucht einen offenen Priel. Wenn er damit schon mal anfängt, macht er jedenfalls nichts verkehrt", so die Grünen-Abgeordnete.