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24. August 2006

GRÜNE zu Ergebnissen des Bildungsmonitors 2006: Kein Ruhmesblatt für Minister Busemann

Niedersachsen bei allgemein bildenden Schulen im unteren Drittel

Die Ergebnisse des vom Institut der deutschen Wirtschaft vorgelegten Bildungsmonitors 2006 belegen nach Auffassung der Landtagsgrünen, dass in Niedersachsen besonders bei den allgemein bildenden Schulen "erheblicher Nachholbedarf" besteht. "Für Kultusminister Busemann sind diese Ergebnisse im unteren Drittel wahrlich kein Ruhmesblatt", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter am Donnerstag in Hannover.

Der Bildungsmonitor weist auf das im Bundesvergleich geringe Ganztagsangebot hin. Während in Niedersachsen lediglich 1,4 % der Grundschüler eine Ganztagsschule besuchten, seien es in Sachsen und Thüringen 58 %. Die beiden ostdeutschen Bundesländer belegen für den Vor- und Grundschulbereich die ersten beiden Plätze. "Minister Busemann hat bei der Vergabe der Ganztagsschulmittel des Bundes mit seiner absoluten Priorität für die Hauptschulen die Weichen falsch gestellt", sagte die Grünen-Abgeordnete. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass auch im Bereich der Grundschulen "erheblich mehr echte Ganztagsschulen notwendig sind". Korter kritisierte, dass Niedersachsen sich nach wie vor mit "einer Ganztagsschul-Light-Version von freiwilligen Angeboten ohne Lehrerstunden für den Nachmittag begnügt."

Auch in der frühkindlichen Bildung werde nach wie vor viel zu wenig getan. "Die Landesregierung kündigt zwar ständig ein kostenfreies Kindergartenjahr für Fünfjährige an, passiert ist bisher jedoch nichts", sagte die Grünen-Politikerin.

Grundlegender Fehler der schwarz-gelben Schulpolitik sei die frühe Trennung in das gegliederte Schulsystem schon nach Klasse 4.
Korter: "Es ist in zahlreichen Studien belegt, dass alle profitieren, wenn Kinder unterschiedlicher Begabungen mit- und voneinander lernen".

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