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31. März 2006

Wulffs Schulreform fördert Probleme an Hauptschulen

Ausgrenzung und Perspektivlosigkeit häufig Nährboden für Gewalt

Die Landtagsgrünen haben dem niedersächsischen Ministerpräsidenten vorgeworfen, mit seiner Schulreform die Zunahme von Problemen mit Gewalt und Desintegration an Hauptschulen zu forcieren. "Die Vorkommnisse an der Stadtschule in Rodenberg im Landkreis Schaumburg zeigen, dass die schwarz-gelbe Landesregierung kein Rezept gegen Chancenlosigkeit und aggressives Verhalten an Hauptschulen hat", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter am Freitag in Hannover.

Die Landesregierung reagiere konzeptionslos: Während Kultusminister Busemann die Stunden für Medienpädagogik kürze, wolle Innenminister Schünemann Polizeirazzien an Schulen durchführen, um Handys nach Gewaltvideos zu untersuchen, kritisierte die Grünen-Politikerin.

"Die Probleme an den Hauptschulen haben sich mit dem selektiven Schulsystem verschärft. Durch die frühe Trennung nach Klasse 4 werden Hauptschulen immer weniger angewählt", sagte Korter. Diese hätten es in der Folge verstärkt mit problematischen Kindern zu tun, denen positive Vorbilder und Leistungsträger fehlten.

"Ausgrenzung und Perspektivlosigkeit sind häufig der Nährboden für Gewalt. Es ist Zeit für eine Schule, die alle fördert und niemanden ausgrenzt und in der Lernfreude in einer Atmosphäre des Respekts und Vertrauens gedeihen kann."

 

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